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Zirbelino Magazin

Die Geschichte von Zirbelino®

Christkindlmarkt Klagenfurt

Vom Weihnachtsmarkt zur eigenen Tischlerei

Mein Opa war Tischler. Als Kind war ich oft in seiner Werkstatt und habe dort meine Begeisterung für Holz entdeckt. Jahre später verkaufte ich als Student Zirbenprodukte auf Weihnachtsmärkten. Heute steht hinter Zirbelino® eine eigene Tischlerei in Kärnten – und ein Team, mit dem aus dieser Begeisterung ein Unternehmen geworden ist.

Ich bin Daniel Abart, Gründer von Zirbelino. Unsere Geschichte handelt von der Zirbe. Sie handelt aber genauso von Menschen, von einer geschlossenen Werkstatt und der Entscheidung, gemeinsam weiterzumachen.

Die ersten Spuren führen in Opas Werkstatt

Ich komme ursprünglich aus Tirol. Die Tischlerei meines Opas gehörte zu meiner Kindheit. Dort konnte ich erleben, wie aus Holz etwas entsteht, das Menschen später jeden Tag verwenden.

Diese Verbindung zum Material ist geblieben. An der Zirbe haben mich besonders ihr Duft, ihre Maserung und die vielen Möglichkeiten der Verarbeitung interessiert. Ein und dasselbe Holz kann zu einem Kissen gehören, auf dem gedeckten Tisch liegen oder als Möbelstück einen Raum prägen.

Später studierte ich eine Zeit lang in Klagenfurt Wirtschaft und Recht. Das Handwerk aus meiner Kindheit und das Interesse am Unternehmertum fanden nach und nach zusammen.

Als Student auf dem Weihnachtsmarkt

Die unternehmerischen Anfänge reichen bis 2010 zurück. Ein wichtiger Teil dieser Anfangszeit waren die Christkindlmärkte in Klagenfurt und Pörtschach. Dort verkaufte ich als Student unter anderem Zirbenkissen und Zirbenöl, um mir etwas dazuzuverdienen.

Die Nachfrage wuchs. Ich baute einen eigenen Onlineshop auf, und aus dem Nebenverdienst wurde Schritt für Schritt ein größeres Vorhaben. Zum Verkauf kamen Produktideen, die Zusammenarbeit mit Händlern und die Organisation der Herstellung.

Das Zirbenholz bezog ich beim Sägewerk. Einen großen Teil der Produkte ließ ich bei den Sozialen Betrieben Kärnten fertigen. So waren regionale Produktion und soziale Zusammenarbeit schon früh Teil unserer Unternehmensgeschichte.

Der Wendepunkt: Eine Tischlerei schließt. Wir machen weiter.

Dann wurde die Tischlerei unseres bisherigen Produktionspartners geschlossen. Damit stand die Frage im Raum, wie unsere Produktion weitergehen sollte. Es ging um erfahrene Mitarbeitende, um eingespielte Abläufe und um Wissen, das über Jahre gewachsen war.

Ich entschied mich, selbst eine Tischlerei aufzubauen. Ich suchte eine passende Halle und übernahm Mitarbeitende des bisherigen Betriebs.

Im November 2022 eröffneten wir unsere eigene Tischlerei in Klagenfurt am Wörthersee – mit Versand, Lager, Logistik und Büro.

Dieser Schritt hat Zirbelino verändert. Aus der Zusammenarbeit mit einer externen Werkstatt wurde eine eigene Fertigung. Wir konnten Produktentwicklung und Herstellung enger zusammenbringen und die Erfahrung der Tischler weiter nutzen.

Die Menschen hinter den Produkten wurden damit noch stärker zum Mittelpunkt unseres Unternehmens. Ihr Können und die tägliche Zusammenarbeit tragen Zirbelino bis heute.

Seit 2024: autArK gehört zu unserem Arbeitsalltag

Mit der eigenen Tischlerei haben wir auch unsere soziale Zusammenarbeit weiterentwickelt. Seit 2024 arbeiten wir im Projekt „Lea@Zirbelino“ mit autArK zusammen.

Menschen mit Benachteiligungen und/oder Behinderungen übernehmen bei uns konkrete Aufgaben, etwa beim Schleifen von Holz, beim Befüllen der Zirbenkissen, beim Verpacken und Etikettieren. Sie werden dabei von autArK begleitet und arbeiten im Rahmen bezahlter Erwerbsarbeitsplätze.

Diese Arbeit gehört zu unseren Produkten und zu unserem Betrieb. Wenn ein Holzstück geschliffen, ein Kissen befüllt oder eine Bestellung vorbereitet wird, ist das ein wichtiger Beitrag zum gemeinsamen Ergebnis.

Mehr über die Zusammenarbeit erfahren Sie auf unserer Seite zu Lea@Zirbelino.

Was wir an der Zirbe schätzen, zeigt sich in der Verarbeitung

Unser Schwerpunkt ist Zirbenholz. Wir verwenden luftgetrocknetes Holz und sind PEFC-zertifiziert. Die Herkunft des Materials und seine Verarbeitung sind für uns feste Bestandteile der Produktqualität.

Für unsere Kissen hobeln wir die Zirbenspäne gezielt selbst. Wir wählen harzreiches Holz, hobeln täglich frisch und entstauben die Späne mehrfach. So können wir einen wichtigen Teil unserer Kissenfüllung unmittelbar in der eigenen Produktion betreuen.

Bei den Holzprodukten achten wir auf Form, Oberfläche und eine sorgfältige Ausführung. Maserung und Asteinschlüsse bleiben sichtbar und geben jedem Stück seinen Charakter. Bei einer Gravur kommt die persönliche Gestaltung des Kunden dazu; vor dem Gravieren kontrollieren wir den Entwurf noch einmal.

Unsere Tischlerei ist außerdem ein Lehrbetrieb. Damit gehört auch die Weitergabe von handwerklichem Wissen zu dem, was wir heute aufbauen.

Aus einzelnen Produkten ist eine ganze Zirbenwelt geworden

Zu den Kissen und Ölen kamen im Lauf der Zeit Würfel, Kugeln für Karaffen, Brotkisten, Wohnaccessoires und individuelle Anfertigungen. Ein Beispiel für unsere eigene Produktentwicklung ist der Autoduft Zirbelino: Sein Design ist geschützt, und er wurde bereits mehr als 10.000-mal verkauft.

Für weitere Produkte arbeiten wir mit Menschen zusammen, die ihr eigenes Fachwissen einbringen. Unsere klassische Zirbenduftkerze aus Rapswachs mit Bio-Zirbenöl wird von unseren Freunden von Biene Lungauer in Kärnten hergestellt. Ein Teil unserer Pflegeserie entsteht bei Freunden in Südtirol.

Auch die Zirbenzapfen haben ihren Platz: als saisonales Naturprodukt und als Zutat für Spezialitäten wie unseren Zirbensirup ZIRUP. So ist über die Jahre ein Sortiment gewachsen, das Holz, Duft, Wohnen und Genuss verbindet.

Privatkunden bestellen bei uns ebenso wie Unternehmen, Hotels und Handelspartner. Für Firmen fertigen wir beispielsweise größere Bestellungen von Zirbenwürfel- oder Karaffen-Sets mit einer persönlichen Logogravur.

Unsere Geschichte soll auch wieder beim Baum ankommen

Wer täglich Holz verarbeitet, beschäftigt sich auch mit seiner Herkunft und damit, was sich daraus machen lässt. Passende Reststücke verwenden wir deshalb beispielsweise als Bastelholz oder Anzündholz weiter.

Aus diesem Gedanken ist auch unser Blick auf die lebende Zirbe gewachsen. Mit dem Zirbelino Forest Project und unserem Angebot an jungen Zirbenbäumen möchten wir Menschen dafür gewinnen, selbst Zirben zu pflanzen. Die Bäumchen erhalten sie zusammen mit einer Pflanzanleitung.

Unser Ziel ist, gemeinsam mit unseren Kunden mehr Zirbenbäume zu pflanzen, als wir für unsere Produkte verarbeiten. Dafür möchten wir die Verbindung zwischen einem fertigen Holzprodukt und dem Baum, aus dem es entstanden ist, sichtbar machen.

Eine Zirbe kann so im Alltag auf ganz unterschiedliche Weise dazugehören: als Holzprodukt im Zuhause oder als junger Baum, den man selbst beim Wachsen begleitet.

Was uns weiter antreibt

Ich möchte Zirbelino weiterentwickeln: mit eigenen Ideen, guten Materialien und Menschen, die ihr Wissen einbringen. Dazu gehören unsere Tischler und das Team in Produktion, Kundenbetreuung und Versand genauso wie unsere Partnerbetriebe.

Was auf dem Weihnachtsmarkt begann, ist heute ein Unternehmen mit eigener Fertigung und vielen Möglichkeiten rund um die Zirbe. Die Verbindung zum Handwerk aus Opas Werkstatt ist dabei geblieben.

Wir möchten Produkte machen, die Menschen gerne verwenden und verschenken – und dabei zeigen, wer und was dahintersteht.

Daniel Abart
Gründer von Zirbelino®